Darum sind nicht alle Bilder für den Druck geeignet: das Geheimnis der BILD-AUFLÖSUNG

Haben Sie schon mal einen Flyer in die Hand bekommen, auf dem die Bilder pixelig oder verschwommen aussahen? Sowas macht keinen guten Eindruck und kann daran liegen, dass Bilder verwendet wurden, die nicht für den Druck geeignet sind. Schuld daran ist die Bild-Auflösung. Doch was steckt eigentlich hinter dieser „Bild-Auflösung“?


Inhalt


Was heißt „Bild-Auflösung“?

„Die Bildauflösung, kurz auch Auflösung genannt, ist ein umgangssprachliches Maß für die Bildgröße einer Rastergrafik. Sie wird durch die Gesamtzahl der Bildpunkte oder durch die Anzahl der Spalten und Zeilen einer Rastergrafik angegeben.“

Wikipedia zu Bildauflösung

Das klingt für Sie wahrscheinlich sehr abstrakt. Wichtig ist: Bild-Auflösung ist nicht gleich Bild-Auflösung.

Sie müssen unterscheiden, zwischen der absoluten und der relativen Bild-Auflösung.

Die absolute Bild-Auflösung

Die absolute Bild-Auflösung beschreibt, aus wie vielen Pixeln ein digitales Bild besteht. Sie wird durch die Pixel-Anzahl in Breite x Länge angegeben.

Grobaufgelöste Grafik, welche 10 Pixel breit ist und 7 Pixel hoch. Die Pixel sind außen nummeriert.

Mit Hilfe der absoluten Bild-Auflösung können wir also angeben, dass das Bild oben aus 70 Pixeln besteht – 10 x 7 Pixel.

Die absolute Bild-Auflösung wird vorwiegend im digitalen Bereich verwendet – für Webseiten, die Sozialen Netzwerke oder Kameras.

Hier sind einige populäre Größenangaben in absoluter Bild-Auflösung:

Zweck:Empfohlene absolute Bild-Auflösung:
Video-Auflösung: HD1280 x 720 Pixel
Video-Auflösung: Full HD1920 x 1080 Pixel
Video-Auflösung: 4K4096 x 2160 Pixel
Instagram: Profilfoto110 x 110 Pixel
Instagram: Foto (Quadrat)1080 x 1080 Pixel
Instagram: Foto (Hochformat)1080 x 1350 Pixel
Instagram: Stories1080 x 1920 Pixel

Die relative Bild-Auflösung

Die relative Bild-Auflösung beschreibt, wie viele Pixel sich auf einer bestimmten Strecke befinden. Als Maßeinheit für diese Strecke wird international „inch“ genutzt.

Ein inch ist 2,54 Zentimeter lang und ist englisch für „Zoll“.

Grobaufgelöste Grafik, an die ein Lineal gehalten wird. Das Lineal zeigt, dass zwei Pixel ein Zoll breit sind.

Mit Hilfe der relativen Bild-Auflösung können wir also angeben, dass das Bild oben aus 2 Pixeln pro Inch besteht.

Pixel pro inch werden kurz als „ppi“ angegeben. Sobald ein Bild gedruckt ist, besteht es allerdings nicht mehr aus Pixeln.

Deswegen wird für Druck-Produkte die Größe in dots per inch, kurz „dpi“ angegeben. Die Größenverhältnisse bleiben aber gleich, weshalb beide Begriffe oft synonym verwendet werden.

Die relative Bild-Auflösung wird vorwiegend im Print-Bereich verwendet.

Hier sind einige populäre Größenangaben in relativer Bild-Auflösung:

Zweck:Empfohlene relative Bild-Auflösung:
Foto-Druck auf Papier300 dpi
Strichzeichnungen Druck auf Papier1200 dpi
Großflächenplakate20 dpi
Banner, Spannflagen …150 dpi
Fotos im Internet72 ppi

Fazit

Und welche Bild-Auflösung brauche ich jetzt? Beide! Und hier ist warum:

Für ein Magazin brauchen Sie ein Bild für Ihren Artikel mit einer Bild-Auflösung von 300dpi.

Das folgende Bild hat eine Bild-Auflösung von 300 ppi:

Screenshot der Anzeige der Bildgröße in Photoshop. Sie zeigt folgende Werte an: Auflösung: 300 Pixel/Zoll; Breite 2,85 Zentimeter; Höhe: 2 Zentimeter.

Aber da es aus lediglich 337 x 236 Pixeln besteht, würde es mit 300 ppi auf eine Höhe von gerade mal 2 cm kommen. Wenn Sie es aber trotzdem auf eine Breite von 10 cm ziehen würden, währe das Ergebnis ein verpixeltes Bild – und das obwohl das Bild 300 ppi hat.

Auf der anderen Seite würde ein Bild mit 100 ppi was aus 5000 x 3500 Pixeln besteht für die Verwendung in dem Magazin in Frage kommen. Denn selbst wenn man diese Anzahl von Pixeln auf 300 ppi verteilt, würde das Bild immer noch auf eine Höhe von 30 cm kommen.


Im Artikel verwendete Bilder:Urheber:
TitelbildVadim Bogulov via unsplash.com
Restliche GrafikenDruckerei Neuer Weg

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